Der Kobold steckt in der Dienstleistung

Meister (Eder)-liches Beispiel für ein weit verbreitetes Dienstleisterleiden gefunden!

Wenn die einwandfreie Ausführung eines Auftrags zum Einwand des Kunden führt. Weil der Beratung zum Zeitpunkt des Briefings keine Beachtung geschenkt wurde.

Meister Eder und sein Pumuckl – Folge 40 – Ein schwieriger Kunde

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Essenz für die Eiligen unter euch: Minute 1:10 bis 6:10.

Pumuckl sei dank, löst sich hier am Ende alles in Wohlgefallen auf. Fazit: Jeder Dienstleister sollte einen Kobold im Nacken haben! Oder meisterliche Nerven.

Namensfindung ist eine Ordnungswidrigkeit

Ein Markenname kostet 120 Euro und 3 Punkte.

blitz

Es war die Namensidee zu einer neuen Modemarke. Sie prallte mir laut Aktenzeichen am 6. Dezember 2011 gegen 17.15 Uhr auf der A60 bei Bischofsheim unvermittelt von innen gegen meine Schädeldecke. DAS ist es! Ungebremste Freude und – ZACK!

[Foto: Mein Geistesblitz und ich]
So war das. Und so stellen sich das viele vor: Ideen erscheinen aus dem Nichts. Das ist so ein Talent. Irgendeine Gabe. Gemischt mit einer seligen Portion Zufall.

Wie schwer es sein kann, wohlgeformte Worte als Wert und Leistung zu verkaufen, weiß vermutlich jeder Werbetexter. Die Thematik wird nicht unbedingt einfacher, wenn am Ende des Auftrages ein einsames Wort steht. Und warum überhaupt werden mehrere Arbeitstage dafür berechnet, wenn die Idee doch nur einen Zufall und wenige Sekunden in Anspruch nimmt? Weiterlesen

Ermutigung zum Flop

Appell an die Bereitschaft zu neuen Lernkurven

Ein Sprung in meine Kindheit.

Wir befinden uns in den 80er Jahren des vorangegangenen Jahrhunderts. Leichtathletik bestimmt den Alltag meines jugendlichen Daseins – insbesondere der Hochsprung.

In dieser Disziplin wird man als Kind zunächst im sogenannten Scherensprung ausgebildet – um Sprungkraft und das richtige Abspringen zu trainieren. Irgendwann erfolgt der Umstieg auf den Fosbury Flop. In Wettkämpfen kann man als Kind frei wählen, welche Technik man anwendet. Es zählt einzig das Ergebnis – sprich die Höhe, die man überspringt, ohne die Latte zu werfen.

Da ich mit meinem Scherensprung auf Turnieren meist höher sprang als die anderen mit dem Flop, gab es für meinen Trotzkopf lange Zeit keinen Anlass, die Technik zu ändern – auch nicht auf die Predigten meines Trainers hin. Im Gegenteil, ich genoss geradezu die Bewunderung des Publikums, ob meiner Gabe, mit der „veralteten Technik“ auf Siegertreppchen zu gelangen. Weiterlesen

Etappensiege meiner Selbstständigkeit

10 Jahre Hürdenlauf im Rückblick.

 

 

 

 

 

Diese Woche stolperte ich über die Tatsache, dass ich vor ziemlich genau 10 Jahren die Bahn des Angestelltendaseins verlassen habe. Zeit für ein Glas eine Flasche Rotwein und sportliche Reflexion. Weiterlesen

Werbung mit ohne Qualität.

Qualität kommt von Qualle.

Qualität zu fairen Preisen. Wir machen Qualität. Qualität ist unser Anspruch. Qualität und Kompetenz. … Derartiges lesen wir zuhauf auf Firmenschildern, als Markenclaims, in Werbeanzeigen und Reklameblättchen.

Aber was ist dieses „Qualität“? Weiterlesen

Marketing ist doch kinderleicht.

Kleines Lehrstück für Erwachsene.

Neulich im Biergarten von Bamberg zeigte mir meine Tochter, wie es geht. Ohne Lehrbuch. Ohne Powerpoint. Mit neun Jahren und einem breiten Grinsen bis zu beiden Ohren.

Mein Kind liebt Kaugummis und steht wie hypnotisiert vor jedem Kaugummi-Automaten. Mamas pädagogisch fragwürdige Antwort ist stets: „Für sowas musst du dein Taschengeld nehmen!“

Der erwähnte Biergarten beherbergte einen solchen Kindermagneten. Problem: Die Taschen meiner Tochter waren leer. Und Mama repetierte das Befürchtete. Nach kurzem Augenrollen war das Kind verschwunden. Und die Eltern blinzelten zufrieden in die Sonne und nippten Bier.

Nach einer knappen Stunde stand sie wieder vor uns – mit dicken Backen, wohligem Schmatzen und zwei Händen voll bunter Kaugummi-Kugeln. Meine Pupillen formten sich zu ebensolchen Kugeln und auf meinen fragenden Blick bekam ich charmant durch die Kaugummiblase gesagt: „Tja, man braucht nur eine Idee und schon kann man Geld verdienen!“

Was hat sie nur getan?

Meine Tochter liebt es, Blumenketten zu knüpfen. Blumen waren keine da. Also wurde kurzerhand Klee zu ein- und zweigliedrigen Halsketten geflochten. „Die habe ich den Leuten gezeigt und wenn sie ihnen gefallen haben für 20 Cent angeboten.“ (Der Preis für einen Dreh am Automaten!)

Marketing ist also kinderleicht. Wenn man den Dreh raus hat.

Dazu braucht es nur:

  1. Ein persönliches Ziel, das hinreichend motiviert, Hirngespinste in Gang zu bringen und in die Tat umzusetzen. Kaugummis, die Erfüllung eines Traums (materiell oder immateriell), eine angestrebte Art zu arbeiten und zu leben … Geld ist dabei nur Mittel zum Zweck!
  2. Das Bewusstsein, was man gut kann.
  3. Die passende Idee. Zu den eigenen Stärken und Talenten. Und zu dem, was andere wünschen oder vermissen.
  4. Herzblut und Geschick zur Umsetzung der Idee und ihrem Verkauf.
  5. Dicke Backen, um den Erfolg zu genießen. 😉

Meine Tochter entwickelt, vom Erfolg angepeitscht, stetig neue Ideen. Denn sie wünscht sich sehnlichst ein Pferd … Vielleicht Marketingberatung für Existenzgründer?

Verbesserter Geschmack ist Käse!

So oft schon schüttelte ich den Kopf vorm Lebensmittelregal. Bevor nun dieser Käse aufgerissen wird, gestatte ich das auch meiner Bloggerschnute.

Was bitte will mir „Verbesserter Geschmack!“ sagen? Vielleicht:

„Unser Produkt hat unseren Käufern bisher nicht gemundet. Wir probieren es jetzt noch mal anders. Bitte probiert es auch noch einmal mit uns!“ Weiterlesen

Marke ist Mehrwert. Und deshalb mehr wert.

Mittelalterliche Argumente für die Marke.

(Bild: SWR)

Marken sind überteuert! Gestern im Markencheck bei der ARD traf das populäre Urteil dieses Mal die Marke adidas. Was führte zu dieser Einschätzung? Weiterlesen

Von Produktpräferenzen und Pausenclowns.

Wer erntet den größten Applaus in der Marken-Manege?

 
(Foto: dpa)


Letzte Woche hob sich wieder der Vorhang beim Internationalen Zirkusfestival Monte Carlo. Spitzentalente der Zirkuswelt zeigen dort einer Fachjury ihr Können und wetteifern um die höchsten Auszeichnungen – den „Goldenen“, „Silbernen“ und „Bronzenen Clown“. (Werbewirkende unter uns erkennen Parallelen zu den „Löwen“, um die ebenfalls viel Zirkus gemacht wird.) Weiterlesen

Mein allerallererstes Marketingprojekt.

Konzept, Text und Layout: Daniela (9 Jahre)

Am Wochenende habe ich im Rahmen einer Entrümpelungsaktion einen ungeahnten Dachbodenschatz gehoben. Mein allererstes Werbeplakat. Erstellt im Jahre 1982.

Schon damals galt meine Leidenschaft der markenstrategischen Namensfindung, und mein Augenmerk der Herausstellung eines glaubhaften Kundennutzens. 😉