Ich mache lieber richtige Fehler.

Fleiß hilft. Gegen falsche Fehler.

banane

[Foto: henteaser]

„Dani, mach dir doch nicht so einen Kopf!“ – Kollegen, Freunde, Familie. Oft so.

Ich gehöre zu denen, die stets sorgsam vorbereiten. Egal, ob es dabei um eine Kundenpräsentation, eine berufliche oder private Entscheidung, eine Vorlesung oder einen Kindergeburtstag handelt. Ich will vorbereitet sein, ja! So gut es geht, ja!

Und nein: Ich habe keine Angst vor Fehlern. Ich ärgere mich nur rasend über die falschen.

Falsche Fehler?

Alle haben das Recht, Fehler zu machen. Und jeder macht welche. Aber ich unterscheide für mich zwischen richtigen und falschen Fehlern. Oder anders gesagt: Fehler sollten immer vor dem Hintergrund der eigenen Vorbereitung betrachtet werden.

Wenn ich mich ordentlich vorbereitet habe, um möglichst gute Ergebnisse zu erzielen und dann aus irgendeinem Grund etwas misslingt, bewerte ich diesen Fehler vor dem Hintergrund meiner Vorbereitung. Erkenne ich da Nachlässigkeit, beißt mich gnadenlos die Selbstkritik. Passiert der Fehltritt aber trotz engagierter Vorbereitung, so lege ich ihn in die gedankliche Schublade „dumm gelaufen“ ab – unabhängig, wie die Auswirkungen dieses Fehlers sind.

Kurz: Meine Vorbereitungen schützen mich nicht vor Fehlern. Aber sie vermeiden Fehler, die ich mir nicht verzeihen kann.

Oftmals sehe ich, wie sich jemand tagelang über seine Fehler ärgert (oder anderen solche vorwirft), die bei genauerer Betrachtung nur durch einen blöden Zufall entstanden sind – und eben nicht mangels Vorbereitung. Und ich erlebe selbst, wie kraftsparend und konstruktiv die differenzierte Sichtweise von Fehlern ist. Denn sie greift einerseits dort, wo Korrektur sinnvoll und möglich ist, und wahrt andererseits Mut und Selbstbewusstsein für den nächsten großen Schritt.

Im Übrigen ist diese differenzierte Sichtweise auch ein wünschenswerter Ansatz für jede Führungskultur in Unternehmen. Denn sie gibt Mitarbeitern Raum für innovatives Denken und mutiges Handeln. Eine Kultur also, die Fehler erlaubt. Aber eben die richtigen.

Ein Gedanke zu „Ich mache lieber richtige Fehler.

  1. Diese Vorgehensweise führt auch zu einer Verbesserung der eigenen Leistung. Wenn trotz guter Vorbereitung ein Fehler passiert, kann man den Fehler analysieren und wird ihn kein zweites Mal mehr machen.

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