Sofa. Setzen. Sechs.

Möbel wackelig positioniert.

Vorhin im Wartezimmer beim Blättern einer (!) Wohnzeitschrift …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nein, nicht drei Anzeigen einer Kampagne. Drei Anzeigen dreier Wettbewerber. In einer Zeitschrift. Wobei letztes nur das Tüpfelchen auf dem i ist. Ins Auge gesprungen ist mir das insbesondere, weil ich vor rund sieben Jahren in die Entwicklung einer dieser Kampagnen involviert war. Welche spielt hier keine Rolle. Es war damals die erste in diesem Stil. Meine Marketingseele vergießt nun drei dicke Tränen:

Träne Nr. 1: Die Kampagne hat sich in den ganzen Jahren nicht weiterentwickelt.
Träne Nr. 2: Dem Wettbewerb fällt nichts als Imitation ein.
Träne Nr. 3: Keiner von allen hebt seinen Hintern vom bequemen Sofa und schafft einen eigenen Wahrnehmungsraum.

Orientierung am Wettbewerb ist anders gemeint, liebe Möbel- und Reklamemacher.
Das ist keine Differenzierung. Das ist Plüsch.

 

2 Gedanken zu „Sofa. Setzen. Sechs.

    • Ich drapiere ein weibliches Model in cooler Location lasziv auf/um/an ein Sofa. Fertig ist der Style. Damals war das neu und wurde auch als solches wahrgenommen. Weil alle anderen ihre Polstermöbel kahl in die Räume stellten. Nähme man die Herstellerlogos weg, wüsste man nicht mehr, welcher Hersteller hier wirbt. Wo also ist hier die Differenzierung? (Wenn du dir einen Bretz-Katalog zur Hand nimmst oder digital ziehst, findest du eine ganze Fotostrecke in diesem Style – darunter Motive, die noch näher an den anderen dran sind. Weder der, der nachahmt, noch der, der daraufhin nicht weiterentwickelt, zeigt Markenführung mit Zügeln in der Hand.

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